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Hund und Hitze: 10 Tipps für heiße Tage

Die umgangssprachlichen „Hundstage“, also die heißen Sommertage, kommen immer näher und damit auch viele Gefahren für eure Hunde. In diesem Artikel gebe ich euch ein paar Tipps um diese heißen Tage trotz der Hitze entspannt mit euren Vierbeinern zu überstehen.

Carlo schwimmt im Wasser

Hitzschlag beim Hund

Wenn sich der Körper – egal ob bei Zwei- oder Vierbeinern – überhitzt, wird der Kreislauf lebensbedrohlich gestört. Immer wieder kommt es dazu, dass Hunde im Sommer kollabieren und schlimmstenfalls erleidet das Tier sogar einen Hitzetod. Daher ist es wichtig, schnelle und richtige Hilfe zu leisten. Leider endet ein Hitzschlag bei Hunden in 50% aller Fälle tödlich. Mit nur einer Hand voll Maßnahmen ist er trotzdem leicht zu vermeiden!

Hitzschlag beim Hund

Quelle: Fressnapf.de

Hund und Hitze - 10 Tipps für heiße Tage!

1.) An warmen Tagen niemals den Hund im Auto lassen!

Nicht den Hund „nur kurz“ oder „nur ein paar Minuten“ im Auto lassen, sondern gar nicht! Selbst kurze Autofahrten in aufgeheizten   Fahrzeugen ohne Klimaanlage können einen Hund an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringen. Leider reicht es nicht aus, ein Autofenster zu öffnen um dem Glashauseffekt im Autoentgegenzuwirken.Schon ab 20 °C kann ein Auto zur Todesfalle werden.

Also nimm deinen Hund an warmen Tagen immer mit dir mit und lasse ihn nicht im Auto. Am besten wäre sowieso, der Hund darf zu Hause in der kühlen Wohnung bleiben!

In folgender Tabelle könnt ihr sehen, wie schnell sich im Sommer ein Auto bei Sonneneinstrahlung aufheizen kann!

Hitzeentwicklung im Auto

2.) Kühler, schattiger Platz

Stellt sicher, dass eure Hunde immer einen kühlen und schattigen Rückzugsort zur Verfügung haben. Manche Hunde legen sich auch gerne bei der größten Hitze einige Zeit in die pralle Sonne, jedoch auch diese Vierbeiner wollen sich danach abkühlen und ziehen sich zurück. Wenn kein natürlicher Schatten zur Verfügung steht, schütze deine Hunde zumindest mitHilfe von Sonnenschirmenvor direkter Sonneneinstrahlung. Am Besten geeignet ist ein Platz auf kühlem Untergrund(Fliesen, Steinböden, schattige Wiese unter einem Busch, e.t.c.), da sich der Hund vor allem am Bauch sehr effektiv abkühlen kann!

3.) Ausreichend Wasser

Ein Hund sollte ohnehin immer Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser haben. Speziell an warmen Tagen solltet ihr aber noch mehr Acht drauf geben, dass immer frisches Wasser zur Verfügung steht. Das Wasser muss nicht eiskalt sein, sollte aber auch nicht in der prallen Sonne vor sich hin kochen!

4.) Nasse Abkühlung

Mag dein Hund gerne schwimmen oder im Wasser plantschen? Geht gemeinsam in einen See, Fluss, Teich oder sogar im Meer baden! Eine Wohltat für Hund und Mensch. Und wenn euch das noch zu wenig Action ist, könnt ihr ja verschiedenste Spielzeuge, die schwimmen, mitnehmen. Wenn du nicht die Möglichkeit hast selbst irgendwo zu baden, reicht dem Hund auch ein kleiner Bach und du kannst zumindest die Füße reinstellen und dich abkühlen!
Du hast einen Garten? Dein Hund wird dich dafür lieben, wenn du ein kleines robustes Planschbecken für ihn aufstellst. Diese gibt es für ein paar Euro in jedem Baumarkt.

Labi-Wasser

5.) Zeiteinteilung und Ruhe

Die Gassi-Runden sollten eher in den frühenMorgenstunden oder zur späten Abendzeiteingeplant werden. Über den Tag und bei der größten Hitze sollte die Bewegung eher gemieden werden und wenn, dann nur kleine Runden.Meide vor allem die Mittagshitze.Auf jeden Fall sollte man keine sportlichen Höchstleistungen in brütender Hitze verlangen:

  • Kein Laufen am Fahrrad
  • Keine ausgedehnten Spiel- und Toberunden
  • Keine langen Märsche unter sengender Sonne
  • Keine längeren Trainingseinheiten

6.) Von unten kühlen

Feuchte die Beine oder den Bauch deines Hundes mit nicht zu kaltem Wasser an oder lege ein feuchtes Handtuch unter ihn. Decke den Hund nicht mit dem feuchten Handtuch zu, da dies zu einem Wärmestau führen könnte.

7.) Vorsicht bei der Fellpflege

Gerade bei langhaarigen Hunden könnte man meinen, es würde dem Hund guttun, mit ihm einen Besuch beim Hundefriseur wahrzunehmen. Aus menschlicher Sicht mag das ja Sinn machen, aber Hunde können NICHT über die Haut schwitzen.

Die Natur hat schon dafür gesorgt, dass das Hundefell Hitze und Sonne abhält und sie dadurch heiße, trockene Sommertage gut aushalten. Durch das Abschneiden des Felles bringt man die natürliche Wärmeregulation durcheinander. Beim Scheren des Hundes wird das Deckhaar entfernt, welches den Hund vor Sonne, Nässe und Schmutz schützt und somit fehlt dem Hund eine wichtige Schutzschicht, wodurch er sogar einen Sonnenbrand bekommen kann. Für die Isolation ist jedoch die Unterwolle zuständig.

Empfehlenswert ist, den Hund regelmäßig zu bürsten, wodurch sich tote Wolle entfernen lässt und Luft besser an die Haut gelangt.

8.) Pass auf wo du hintrittst

Vermeide beim Gassigehen Strecken auf Asphaltstraßen, freien Feldern ohne Schatten oder Steinen (Pflastersteine, e.t.c.). Der Boden könnte sich auch so stark aufheizen, dass sich der Hund an den Pfoten (genau wie der Mensch an den Füßen) verbrennen könnte.

9.) Ruhe bewahren

Dein Hund braucht jetzt mehr Ruhe als sonst. Lass ihm diese Ruhe und übertreibe es nicht mit den Aktivitäten. 

Wieviel Ruhe dein Hund ohnehin braucht, erfährst du in unserem Artikel „Die Grundbedürfnisse des Hundes“

10.) Kleine Essensportionen

Gib deinem Hund kleinere Futterportionen, diese strengen ihn nicht so an.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Sommer und viel Spaß mit euren Kötern im Wasser 🙂

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