Shorty's Blog

Hilfe, mein Welpe beißt mich!

Die meisten Welpen beißen in alles was sie finden: Möbel, Polster, Decken, Hände, Hosen, Ärmel, Teppich, Schuhe und vieles mehr .. die Liste lässt sich unendlich weiterführen! Sie beißen gerne in Gegenstände, Menschen und andere Hunde und das ist ein ganz normales Verhalten und gehört zur Entwicklung des Hundes. Die ersten Zähne kommen mit rund 6 Wochen und die gehören erstmal ausprobiert 😊

Aggressiver Hund

Nicht immer hat Beissen mit Aggressivität zu tun.

Oft juckt auch nur mal ein Zahn!

Warum beißt mein Welpe? - Die Beißhemmung

Anfangs beißen fast alle Welpen aus verschiedenen Gründen, denn sie haben keine Ahnung, was „Beißhemmung“ überhaupt bedeutet, oder, dass beißen auch Schmerzen zufügen kann. Welpen wollen niemandem Schmerzen zufügen. Mit ihren spitzen Zähnen ist das jedoch schwierig, denn ein dosiertes Einsetzen der Zähne ist anfänglich noch gar nicht so einfach.

Grundsätzlich ist Kauen eine tolle Sache für Hunde, denn neben der Zahnreinigenden Funktion hilft das Kauen um Stress abzubauen. Egal ob dein Hund also generell gestresst ist, oder nicht, trägt kauen zur Entspannung deines Hundes bei.

Welpen setzen ihre Zähne in den verschiedensten Situationen ein: Bei hoher Aufregung, wenn die Zähne jucken, aus Neugierde, als Spielaufforderung, Aufmerksamkeitsheischendem Verhaltens oder einfach nur aus Langeweile. Schon im jungen alter sollte  man sich daher mit der Beißhemmung beschäftigen und diese mit seinem Hund üben.

Die Beißhemmung sorgt dafür, dass sich Hunde nicht ernsthaft durch Bisse verletzen, indem Sie die Intensität des Bisses bewusst steuern und kontrollieren. Umso früher diese Fähigkeit eines Welpen geschult wird umso besser ist es. Auch in der Natur beginnen die Mutterhündinnen und Wurfgeschwister als die besten Lehrer bereits mit dieser wichtigen Ausbildung um dem jungen Hund zu zeigen, wenn er zu weit geht. Beim Menschen muss dies allerdings gut trainiert werden. Hier ist es wichtig, dass der Mensch seinen Hund überall anfassen kann und jederzeit ein Spiel mit dem Welpen unterbrechen kann, denn wenn dein Hund älter wird kann aus Spaß dann schnell Ernst werden. Erwachsene Hunde ohne Beißhemmung können gefährlich werden.

Beißen als Zeichen von Überforderung!

Beobachtet euren Welpen gut, denn beißen kann auch ein Zeichen von Überforderung sein. So ist es nicht ungewöhnlich, wenn der Welpe beim ersten Spaziergang mit Leine und Halsband in die Leine beißt, denn er weiß nicht wie ihm geschieht. Stell dir vor, dir legt jemand einen Strick um den Hals, wärst du da Entspannt? Erst wenn das jeden Tag geschieht und du merkst, jedes mal wenn dieser Strick (=Leine + Halsband) kommt, passieren nur gute Dinge, wie „Leckerlies“, „Aufmerksamkeit“, etc. wirst du entspannt werden dabei. Jeder Leinenruck, oder Bestrafen für ziehen an der Leine wird die Unsicherheit tendenziell erhöhen. 

Wie kannst du deinem Welpen das Beißen abgewöhnen?

Bitte denkt immer daran, wenn eure Welpen beißen, dass dies normalerweise nicht aus Aggressivität passiert, sondern, weil er in der Situation überfordert ist oder zumindest nicht weiß, wie er sich sonst Verhalten soll. Daher müssen wir unseren Welpen unterstützen und ihm zeigen was das erwünschte Verhalten in dieser Situation wäre! Bestrafung wäre in dieser Situation nicht richtig, denn das Verhalten ist oftmals nicht bewusst gesteuert oder böse gemeint.

Vorbeugung ist der Schlüssel zum Erfolg

Der Hund weiß nicht, dass es schlecht ist, in die 200€- Schuhe von Frauli oder die Tischbeine vom Designer-Tisch zu beißen, daher heißt es erstmal: „Wegräumen, was wegzuräumen ist!“ Alles, was der Hund nicht anknabbern soll, versuchen wir erstmal gar nicht zugänglich zu machen, somit gewöhnt sich der junge Hund nicht daran beim knabbern zum Erfolg zu kommen.

Hilfreich ist außerdem, dem Welpen mehrmals am Tag ein Spielzeug oder Kauartikel anzubieten, auf dem er gerne Kaut und den er beißen kann und darf. Als Kauartikel eignen sich viele Dinge, von essbaren Kauartikeln, wie Schweineohren, Ochsenziemer oder Rinderkopfhaut, angefangen über Kauhölzer (Achtung: Darf nicht splittern) bis hin zu Kauspielzeug. (z.B.: Kong mit Leberwurst füllen) –> (Ein paar Kauartikel haben wir übrigens auch im Sortiment: Hier zur Info über den Shop)

Wenn der Welpe lernt, dass er dort beißen/kauen darf, wird er nicht mehr so viel an den Möbeln und euch selbst knabbern.

Aber: Kauartikel und Spielzeuge immer wieder wegräumen, sie sollten nie einfach so herumliegen.

Auch eine generelle gute Auslastung des Hundes hilft gegen das Anknabbern von Gegenständen und Personen. Hier ist jedoch Fingerspitzengefühl gefragt, denn auch zu viel Auslastung (Also Überforderung) kann wiederum ein Auslöser sein!

Aufmerksamkeit muss enden, wenn der Welpe zu beißen beginnt

Was also tun, wenn wir unseren Welpen nicht bestrafen sollen? Wird der Welpe trotz vorbeugenden Maßnahmen grob oder aufdringlich gegenüber den Menschen, so sollen wir die Interaktion mit dem Hund sofort abbrechen und möglicherweise sogar mit einem kurzen Aufschrei: „AUA!!“ zeigen, dass dies Weh getan hat. Wichtig ist, sich nach einem „Biss“ nicht weiter mit dem Hund zu beschäftigen, denn der Jüngling sollte nicht lernen: „Beißen heißt, mein Mensch beschäftigt sich danach mit mir!“. Wenn er beim nächsten Spiel besserung zeigt und es schafft, ohne beißen mit dir zu spielen und zu toben und stattdessen beispielsweise nur zu schlecken, dann kannst du deinen Hund durch Streicheln, Füttern oder mit lobenden Worten belohnen. Normalerweise lernt dein Welpe so sehr schnell sich zurückzuhalten. 

Kleine Schritte im Training

Wenn ihr merkt, dass euer Hund beginnt in eure Ärmel, Hosenbeine oder in die Leine zu beißen, sobald ihr bestimmte Aktivitäten oder Übungen machen wollt, überlegt euch, wie ihr die Übung entspannter gestalten könnt, denn wahrscheinlich ist die Ablenkung bzw. Erregung zu hoch.

Sei Geduldig mit deinem Welpen!

Es gibt so viele Dinge, die euer Welpe in den ersten Wochen lernen sollte und müsste. Außerdem ist es für ihn keine einfache Zeit, denn erst vor kurzem hat er seine Eltern, seine Geschwister und seine gewohnte Umgebung aufgeben und in eine neue Umgebung mit völlig fremden Menschen einziehen müssen und jetzt sollte er auf wenige Tage auch noch alles lernen, was man so als Hund können sollte. Gebt eurem Welpen in dieser Zeit vor allem eins: Sicherheit! Denn diese braucht er jetzt. Seid eurem Welpen nicht böse, wenn doch mal ein Schuh kaputt geht oder ein Stuhlbein angeknabbert wurde, denn der Welpe hat es nicht aus Boshaftigkeit gemacht. Eine „liebevolle Konsequenz“ ist gefragt: Seid konsequent in den Übungen, gebt euerem Welpen aber auch die Möglichkeit, seine Zähne richtig einzusetzen an Dingen, die er kauen darf. Gebt ihm die Chance eine gute Beziehung zu euch aufbauen zu können.

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