Shorty's Blog

Die Sache mit dem Respekt

Hunde erfreuen sich einer noch nie dagewesenen Beliebtheit. Gleichzeitig werden die Stimmen der Kritiker aber immer lauter. Strengere Regelungen werden gefordert und manche gehen sogar so weit, dass Hunde verboten werden sollen! Auf beiden Seiten gehen die Gemüter hoch und agiert wird leider oft sehr egoistisch, obwohl ein gemeinsames Nebeneinander mit ein wenig Respekt doch so einfach wäre!

Pöbelnder Hund

In einer Eigenschaft sind uns unsere Hunde eindeutig überlegen, nämlich im uneigennützigen Verhalten! Hunde, bzw. Wölfe sind stets auf das Wohl der Familie aus und verhalten sich generell schadensvermeidend (lies mehr unter „Der „böse“ Wolf – Ein Tier mit vielen Vorurteilen“). Leider zeigt sich hier unter den Menschen ein ganz anderes Bild und genau deshalb möchte ich mit ein paar Tipps und Tricks einen Appell an alle richten, um vielleicht ein paar Konfliktpunkte ausräumen zu können – für ein entspannteres Miteinander voller Respekt!

Ein respektvoller Umgang miteinander würde so viele Probleme in dieser Welt lösen!

Florian Kurz, Hundeschule Shortys Dogs

Was stört die Menschen an Hunden?

Beim Thema Hund gehen die Wogen hoch. Sowohl Hundehalter als auch Menschen die keinen Hund haben vertreten ihre Standpunkte und Meinungen vehement. Doch welche Themen spalten die Gesellschaft überhaupt? Diese zentrale Frage gilt es zu beantworten, denn nur dann kann es zu einer gemeinsamen Lösung kommen um friedvoll miteinander zu leben!

  1. Extremsituationen überschatten den Alltag!
    Gibt man bei der Google-News-Suche „Hund“ ein oder wirft man einen Blick in die Zeitung, so wird man konfrontiert mit Themen wie „Hund fällt Jogger an„, „16-Jähriger wirft Hund über die Treppe“ oder „Rottweiler beisst Kind tot„. Zweifelsohne sind das Schlagzeilen, welche zeigen, dass Extremsituationen existieren. Leider wirkt es in den Medien dann aber oftmals so, als ob dies normale, alltägliche Situationen darstellt. Natürlich ist es tragisch wenn etwas passiert und in diesen Situationen muss dringend gehandelt werden. Man sollte jedoch in dem Zusammenhang versuchen den Medien nicht all zu viel Beachtung zu schenken, denn der Alltag mit Hund sieht im Normalfall komplett anders aus. 
  2. Hundekot
    Kein Thema wird so oft und intensiv diskutiert wie das Thema Hundekot! Verständlicherweise ist dies das Streitthema Nr. 1 für Menschen die keinen Hund haben (aber auch Hundemenschen), denn keiner steigt gerne in einen Hundehaufen! Außerdem gibt es auch gesundheitliche Themen: Liegt der Kot in einer bewirtschafteten Wiese, bestehen verschiedene gesundheitliche Gefahren für das Weidevieh, was auch nicht in unser aller Sinn sein kann! 
  3. Eigentlich wollen alle nur einfach Ruhe!
    Viele Menschen ohne Hund – aber auch Menschen mit Hund – wünschen sich draußen beim Spazierengehen eigentlich nur eins: Einen ruhigen und entspannten Spaziergang. Denn Action haben wir im Alltag schon genug.
    Dabei wird man aber oft dadurch gestört, dass andere Menschen oder Hunde respektlos in die eigene Komfortzone eindringen und genau diese Ruhe dadurch nicht ermöglichen oder sogar stören. Auch auf die Bitte, den Hund anzuleinen oder abzurufen wird dann oft nicht reagiert und das erhitzt die Gemüter! (Meiner Meinung nach zu Recht!)
  4. Lass die Hunde anderer in Ruhe!
    Was eigentlich zu Punkt 3 gehört, jedoch immer wieder ein riesiger Streitpunkt ist, ist der unerwünschte Kontakt zum Hund. Oft werden Hunde von anderen Menschen als Kuschelobjekte gesehen und leider werden dann auch fremde Hunde so behandelt: „Mein Gott … is‘ der süß … Darf ich den mal streicheln?“, „Darf ich ihm was füttern?“ oder „Darf ich meinen mal schnuppern lassen?“ sind Sätze die man immer wieder mal hört. So weit so gut, und immer noch besser als nicht zu fragen, denn auch das kommt leider viel zu oft vor. Aber was leider oft dann auf eine negative Reaktion „Nein, bitte nicht!“ folgt ist Unverständnis, Ablehnung und Überzeugungsarbeit, die darauf abzielt, sich doch noch umzuentscheiden. Da fragt man sich aber schon, warum zum Teufel muss der Hund eines Fremden immer gestreichelt oder gefüttert werden? Wenn ich als Mensch jemanden treffe, den ich nicht kenne, ist doch auch nicht meine erste Reaktion den Fremden im Gesicht zu streicheln und ihm ein kleines Küchlein ins Maul zu stopfen!? Außerdem – vielleicht ist der Hund ja sogar Allergiker und verträgt nicht alles, was man ihm so füttern könnte!
  5. Zügelt eure Hunde
    Selbes gilt für Hundebegegnungen. Generell sind Hunde Tiere, die den Sozialkontakt zu anderen Hunden brauchen (Siehe „Die Grundbedürfnisse des Hundes„), aber Sozialkontakt heißt nicht, mit jedem vorbeilaufendem Hund ein Spiel anzufangen. Denn ein Hund muss genau so wie wir Menschen nicht jeden mögen! Leider passiert es aber sehr oft – und das nervt viele Hundehalter enorm – das genau das nicht respektiert wird, wenn man keinen Hundekontakt möchte. Leider sind manche Hundehalter jedoch sehr penetrant und wollen unbedingt, dass ihr Hund mit den anderen „spielt“ oder sie „beschnuppert“.

Die Sache mit dem Respekt

Die Lösung all dieser Probleme wäre im Grunde genommen doch recht einfach! Ein respektvoller Umgang miteinander würde schon im Vorfeld vieles entschärfen. Denn alle oben beschriebenen Probleme (Kothaufen, zu wenig Abstand, unangeleinte Hunde) würden sich in Luft auflösen, wenn jeder auch auf die Bedürfnisse der Anderen achten würde!

 

Probiert es selbst: Leint eure Hunde an oder legt sie am Wegrand ab, wenn ihr auf Fußgänger oder Radfahrer stößt. Ihr werdet sehen, dass die Menschen sehr dankbar sind und auch für eure Hunde ist es ein gutes Ritual um Sicherheit in Alltagssituationen zu bekommen. Versucht es doch einfach mal – denn die Sache mit dem Respekt ist echt toll und hat keine unerwünschten Nebenwirkungen.

Wie können wir Hundemenschen Respekt zeigen?

Wenn wir nun die oben angeführten Streitgründe aufarbeiten, ergeben sich letztendlich nur ein paar kleine, aber wichtige Dinge, welche wir beachten sollen, um die Bedürfnisse sowohl anderer Menschen als auch anderer Hunde zu erfüllen. Durch Respekt und Einfühlungsvermögen in die Sichtweise und Lebenswelt unserer Mitmenschen und auch deren Vierbeinern können Konflikte vermieden werden – für ein entspannteres Miteinander:

 

  1. Räumt den Kot eures Hundes weg!
    Die Hinterlassenschaften deines Hundes sollten weder am, noch direkt neben dem Weg, den ihr benutzt oder auf bewirtschafteten Flächen liegen bleiben. Keiner will Hundekot an den Schuhen haben, kein Tier will Hundekot im Futter haben. Also bitte nimm den Kot deines Hundes einfach mit und entsorge ihn bei passender Gelegenheit. Da ist nicht viel dabei, tut keinem weh und ausnahmslos alle profitieren davon.
  2. Leint euren Hund an!
    Andere Menschen wollen grundsätzlich in Ruhe gelassen werden! Selbst wenn dein Hund „nix tut“ oder „ganz brav ist“, gibt es sehr viele Menschen, die einfach nur alleine und ungestört spazieren gehen wollen oder vielleicht sogar Angst vor Hunden haben. Würden sie einen Hund um sich haben wollen, hätten sie wohl einen dabei!
  3. Respektiert, wenn andere Hundehalter keinen Hundekontakt wollen!
    Mittlerweile gibt es Kampagnen von Hundehaltern, welche sich gelbe Schleifen an die Leine binden als Zeichen „Lasst mich bitte in Ruhe, ich will hier allein spazieren gehen und keinen Hundekontakt!“. Grundsätzlich eine gute Idee, aber ich finde diese Kampagne nicht so toll, weil man erst wieder meinen könnte: Der hat keine gelbe Schleife, auf den kann ich mich stürzen. Viel sinnvoller würde ich es sehen, wenn man einfach respektiert, dass nicht jeder Hundekontakt haben will – Hundemenschen, wie Nicht-Hundemenschen!

    Mein Vorschlag also: Wenn ihr oder euer Hund Kontakt zu dem Hund eines Fremden haben wollt, fragt vorher höflich, ob das für den anderen auch ok ist und respektiert aber bitte auch, wenn ein Nein kommt!

Was wünschen sich Hundehalter von nicht-Hundehaltern?

Trifft man als Spaziergänger oder Fahrradfahrer einen Hundehalter mit Hund, dann bitte am Besten den Hund nicht weiter beachten und ihm etwas Raum lassen. Das heißt nicht, dass man sofort umkehren oder zur Seite gehen muss, sondern es reicht schon, wenn man den Hund nicht beachtet und mit angepasster Geschwindigkeit vorbeigeht. Small-Talk oder ein nettes „Hallo“ sind natürlich nie verkehrt .. aber bitte mit den Menschen sprechen und nicht mit dem Hund 😉

Vermeiden sollte man unbedingt schnell und eng vorbeizulaufen/vorbeizufahren. Ist man mit dem Fahrrad unterwegs, wird jeder Hundehalter dankbar sein, wenn eine akustische Vorwarnung erfolgt und das Tempo etwas reduziert wird, speziell wenn man sich dem Hund von hinten nähert. 

Kurz gesagt: Bitte lasst unseren Hunden etwas Platz, nähert euch so, dass der Hund euch sehen kann und beachtet ihn nicht weiter!

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